Werkzeuge für Webmaster: prüfen, erzeugen, nachschlagen

Werkzeuge für Webmaster: prüfen, erzeugen, nachschlagen

Das Wichtigste in Kürze. Auf dieser Seite stehen alle Werkzeuge, die hier über die Jahre entstanden sind: fünf zum Prüfen einer fremden oder eigenen Adresse, vier zum Erzeugen und Umrechnen und drei zum Nachschlagen. Alle laufen im Browser oder auf diesem Server, keines verlangt eine Anmeldung, und keine eingegebene Adresse wird gespeichert oder weitergegeben.

Werkzeuge entstehen hier nicht am Reißbrett. Fast jedes davon ist aus einer Situation gewachsen, in der ich selbst etwas nachsehen musste und keine Lust hatte, dafür eine Seite mit Anmeldezwang, Werbebannern über dem Eingabefeld und einem Ergebnis hinter der zweiten Klickstrecke aufzurufen. Deshalb sind sie schlicht: ein Feld, ein Knopf, ein Ergebnis.

Weil sie über die Jahre in einzelnen Beiträgen entstanden sind, waren sie bisher über die Seite verstreut. Diese Übersicht fasst sie zusammen und sagt bei jedem dazu, wofür es gedacht ist und wo seine Grenze liegt.

Prüfen: was eine Adresse wirklich zurückgibt

Die erste Gruppe fragt eine Adresse ab und zeigt, was der Server tatsächlich antwortet. Das ist regelmäßig etwas anderes als das, was man im Browser sieht, weil der Browser Weiterleitungen stillschweigend ausführt und Fehler hinter einer freundlichen Seite versteckt.

Der Redirect-Checker verfolgt eine Weiterleitung Schritt für Schritt und zeigt jede Station mit ihrem Statuscode. Damit sieht man auf einen Blick, ob eine Kette entstanden ist, ob unterwegs von https auf http gewechselt wird und ob am Ende wirklich eine 200 steht. Genau dafür ist er gedacht: nicht um zu prüfen, ob eine Seite existiert, sondern um den Weg dorthin sichtbar zu machen.

Wenn dich nur die Antwort selbst interessiert, reicht die Abfrage vom HTTP-Statuscode. Sie sagt dir, ob eine Adresse 200, 301, 404 oder 500 liefert, ohne dass du dafür die Entwicklerwerkzeuge deines Browsers öffnen musst. Was die einzelnen Codes bedeuten, steht auf derselben Seite.

Der Meta-Tag-Checker holt sich Titel, Beschreibung und die Open-Graph-Angaben einer Seite und zeigt sie so an, wie sie in den Suchergebnissen und beim Teilen in sozialen Netzwerken aussehen. Nützlich ist vor allem die Längenanzeige: Ein Titel, der im Quelltext gut aussieht, wird in der Suche trotzdem abgeschnitten.

Der Icon-Checker ist aus einem sehr konkreten Ärgernis entstanden. Apple-Geräte fragen beim Speichern einer Seite mehrere Icon-Dateien ab, die kaum jemand anlegt, und jeder dieser Versuche landet als 404 im Server-Log. Das Werkzeug prüft, welche dieser Dateien vorhanden sind, damit die Fehler aufhören.

Der DNS-Lookup schließlich zeigt die Einträge einer Domain, also A- und AAAA-Adressen, MX für den Mailempfang und die Nameserver. Das ist der schnellste Weg, um zu sehen, ob eine Umstellung schon durchgelaufen ist oder ob noch der alte Server antwortet.

Erzeugen und umrechnen

Die zweite Gruppe erzeugt etwas, das man sonst von Hand zusammenbauen oder in einer Tabelle nachschlagen müsste.

Der htpasswd-Generator erstellt den Hash für einen Verzeichnisschutz. Du gibst Benutzername und Passwort ein und bekommst die Zeile, die in die Datei gehört. Der Hash wird auf dem Server erzeugt und nicht gespeichert, und auf derselben Seite steht, wie der Schutz über die .htaccess eingerichtet wird. Wichtig dabei: Basic-Auth und Weiterleitungen im selben Verzeichnis vertragen sich nicht, die Anmeldung greift zuerst.

Der UTM-Builder setzt Kampagnenparameter an eine Adresse an, in der richtigen Schreibweise und ohne die typischen Fehler. Die Parameter sind nämlich schreibungsempfindlich, und wer einmal Newsletter und newsletter mischt, hat die Auswertung dauerhaft in zwei Hälften geteilt.

Beim Unix-Timestamp geht es um die Zahl, die in Log-Dateien, Datenbanken und Schnittstellen als Zeitangabe steht. Das Werkzeug zeigt den aktuellen Wert und rechnet in beide Richtungen um, von der Zahl ins Datum und zurück.

Dazu kommen zwei Rechner, die weniger mit Servern zu tun haben und trotzdem regelmäßig gebraucht werden: die Umrechnung römischer Zahlen mitsamt den Regeln, nach denen sie gebildet werden, und der Rechner zur Sonnenwende, der den längsten und den kürzesten Tag eines Jahres auf die Minute genau bestimmt.

Nachschlagen

Die dritte Gruppe fragt nichts ab und erzeugt nichts, sondern macht große Listen benutzbar.

Die Sonderzeichen-Suche enthält über 160 Zeichen mit deutschen Suchbegriffen. Du tippst „haken", „pfeil" oder „hoch zwei" und bekommst das Zeichen zum Kopieren, dazu den Alt-Code für Windows, die HTML-Entity für den Quelltext und die Tastenkombination für den Mac. Das ist der Unterschied zu den üblichen Zeichentabellen: Man muss den Namen des Zeichens nicht kennen.

Die Übersicht aller HTML-Elemente listet die Tags mit ihrer Bedeutung und lässt sich durchsuchen und filtern. Praktisch, wenn man sich erinnert, dass es für einen Zweck ein passendes Element gibt, aber nicht mehr, wie es heißt.

Und wer bei Weiterleitungen nicht nur prüfen, sondern verstehen will, findet die Erklärungen dazu in den Beiträgen zur 301-Weiterleitung und zur .htaccess-Datei, wo die Regeln stehen, mit denen die Weiterleitung überhaupt erst entsteht.

Werkzeuge auf meinen anderen Seiten

Nicht jedes Werkzeug gehört thematisch hierher. Drei, die ich regelmäßig selbst benutze, stehen deshalb auf anderen meiner Seiten, und weil sie in die Arbeit an einer Website gehören, führe ich sie hier trotzdem auf.

Der Überschriften-Checker funktioniert wie die prüfenden Werkzeuge weiter oben: Adresse eingeben, und du bekommst die Überschriftenstruktur der Seite zurück. Damit sieht man sofort, ob eine Ebene übersprungen wurde oder ob eine Seite gleich mehrere H1 hat. Für die Lesbarkeit mit Screenreader ist das entscheidend, für Suchmaschinen hilfreich.

Der Kontrast-Rechner auf derselben Seite prüft zwei Farbwerte gegeneinander und sagt dir, ob das Verhältnis für normalen Text und für große Schrift reicht. Nützlich ist er vor allem bei hellen Grautönen auf Weiß, die im Entwurf gut aussehen und auf einem Notebook im Tageslicht nicht mehr lesbar sind.

Und wenn du Platzhaltertext brauchst, findest du auf newmediadesigner.de einen Blindtext-Generator mit zwölf Stilen. Der Punkt daran ist nicht das lateinische Lorem ipsum, das kann jeder, sondern die deutschen Varianten: Wer einen Entwurf mit echtem deutschem Satzbau füllt, merkt viel früher, ob eine Spalte zu schmal oder eine Überschrift zu lang ist.

Was diese Werkzeuge nicht tun

Sie speichern nichts. Die Adresse, die du eingibst, wird für die Abfrage benutzt und danach nicht abgelegt, es gibt keine Liste der geprüften Domains und keinen Verlauf. Für den htpasswd-Generator gilt dasselbe: Das Passwort wird zum Hash gerechnet und ist damit erledigt.

Sie ersetzen auch keine Messwerkzeuge. Für Ladezeiten, Core Web Vitals und die Sicht von Google auf deine Seite brauchst du die Search Console und einen echten Geschwindigkeitstest. Die Werkzeuge hier beantworten kleine, klar umrissene Fragen, und genau darin sind sie schnell.

Wenn du eines vermisst, das in diese Sammlung passt, schreib mir. Die meisten sind entstanden, weil jemand danach gefragt hat oder weil mir bei der eigenen Arbeit etwas gefehlt hat.

Woher diese Sammlung kommt

Eine Werkzeugsammlung für Webmaster ist hier keine neue Idee. Zwischen 2004 und 2010 lief unter webmaster-hilfen.de ein Portal mit genau diesem Zweck: eine Linkdatenbank, ein paar Generatoren, kostenloser Webspace für kleine Projekte. Die Domain zeigt heute auf diese Seite, und die Beiträge des damaligen Blogs webmasterwatchblog.de sind zu einem Rückblick auf die Werkzeuge dieser Zeit geworden.

Der Unterschied zu damals ist kleiner, als man denkt. Die Fragen sind dieselben geblieben, nur die Antworten haben sich geändert: Wo früher ein Verzeichnis half, hilft heute ein Werkzeug, das die Frage direkt beantwortet.

Häufige Fragen

Kosten die Werkzeuge etwas?

Nein. Sie sind kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar, es gibt kein Konto, kein Limit pro Tag und keine kostenpflichtige Fassung mit mehr Funktionen. Finanziert wird die Seite über Werbung und Partnerlinks in den Beiträgen.

Werden meine Eingaben gespeichert?

Nein. Die geprüfte Adresse wird für die Abfrage verwendet und danach nicht abgelegt. Es gibt keinen Verlauf und keine Liste der geprüften Domains. Beim htpasswd-Generator wird das Passwort nur zum Hash gerechnet und nicht gespeichert.

Kann ich die Werkzeuge auch für fremde Seiten benutzen?

Ja, die prüfenden Werkzeuge rufen jede öffentlich erreichbare Adresse ab. Bei Seiten hinter einem Passwortschutz oder einer Firewall bekommst du folgerichtig den Statuscode der Sperre und nicht den Inhalt zu sehen.

Alle Werkzeuge im Überblick