Redirect-Checker - Weiterleitungen online prüfen

Redirect-Checker - Weiterleitungen online prüfen

Wenn du eine URL aufrufst, kann es sein, dass der Server dich nicht direkt zur Zielseite bringt, sondern erst durch eine oder mehrere Weiterleitungen schickt. Das passiert zum Beispiel beim Wechsel von HTTP auf HTTPS, bei Domain-Umzügen oder wenn alte URLs auf neue Adressen umgeleitet werden. Jeder dieser Schritte kostet Ladezeit - und zu viele Redirects hintereinander können Rankings und Nutzererlebnis verschlechtern.

Der Redirect-Checker verfolgt die komplette Weiterleitungskette einer URL: Jeden Hop mit Statuscode, Antwortzeit und den wichtigsten Response-Headern.

Redirect-Checker

Gib eine URL ein, um die Weiterleitungskette zu prüfen. Das Tool verfolgt bis zu 20 Hops und erkennt Endlosschleifen.

Wie funktioniert eine Weiterleitung?

Ein Webserver antwortet auf jede Anfrage mit einem HTTP-Statuscode. Codes im 3xx-Bereich signalisieren dem Browser: "Die Seite ist woanders - geh dorthin." Der Browser folgt dann automatisch dem Location-Header und ruft die neue URL auf.

Das kann mehrfach hintereinander passieren. Zum Beispiel: http://example.de leitet per 301 auf https://example.de weiter, das wiederum auf https://www.example.de, und dort kommt die eigentliche Seite mit Statuscode 200 an. Das sind drei Hops für eine einzige Seite.

Die wichtigsten Redirect-Statuscodes

CodeNameBedeutungSEO-Wirkung
301Moved PermanentlyDauerhafte WeiterleitungLinkkraft wird übertragen
302FoundTemporäre WeiterleitungLinkkraft wird nicht übertragen
303See OtherWeiterleitung nach POST-RequestSelten SEO-relevant
307Temporary RedirectTemporär, Methode wird beibehaltenWie 302
308Permanent RedirectDauerhaft, Methode wird beibehaltenWie 301

Warum Redirect-Ketten problematisch sind

Jeder Hop in einer Redirect-Kette kostet Zeit. Bei einer durchschnittlichen Antwortzeit von 100-200 Millisekunden pro Redirect addiert sich das schnell. Drei Hops bedeuten 300-600 Millisekunden Wartezeit, bevor der Browser überhaupt anfängt, die eigentliche Seite zu laden.

Für SEO ist das doppelt relevant: Google crawlt pro Website ein begrenztes Budget an Seiten. Jeder Redirect verbraucht einen Teil davon. Und seit den Core Web Vitals ist die Ladezeit ein direkter Ranking-Faktor.

Typische Ursachen für lange Ketten

301 vs. 302 - wann welchen verwenden?

Die Faustregel: Wenn die Weiterleitung dauerhaft ist, nimm 301. Wenn sie temporär ist (Wartungsseite, A/B-Test, saisonale Aktion), nimm 302 oder 307.

Der Unterschied ist für SEO entscheidend: Bei einem 301-Redirect überträgt Google die Linkkraft der alten URL auf die neue. Bei einem 302 bleibt die alte URL im Index und die Linkkraft wird nicht weitergegeben. Wer versehentlich 302 statt 301 verwendet, verschenkt SEO-Potenzial - und genau das deckt der Redirect-Checker auf.

Mehr dazu im Artikel 301-Weiterleitung und SEO.

Best Practices für Weiterleitungen

Häufige Fragen

Wie viele Redirects sind zu viele?

Google folgt bis zu 10 Hops, gibt aber an, dass mehr als 5 Redirects problematisch sein können. Ideal ist ein einzelner Redirect oder gar keiner. Jeder Hop kostet Crawl-Budget und Ladezeit.

Überträgt ein 301-Redirect die volle Linkkraft?

Google hat 2016 bestätigt, dass 301-Redirects keinen PageRank-Verlust mehr verursachen. Die Linkkraft wird vollständig an die neue URL übertragen. Bei Ketten mit mehreren Hops kann es aber zu Verlusten kommen.

Kann ich testen, ob mein Redirect funktioniert?

Genau dafür ist der Redirect-Checker oben gedacht. Gib die alte URL ein und prüfe, ob die Kette korrekt aufgelöst wird und der richtige Statuscode (301 für dauerhaft) verwendet wird.

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