WordPress Hosting optimieren: Tipps für Leistung und Sicherheit

WordPress Hosting optimieren: Tipps für Leistung und Sicherheit

WordPress ist der beliebteste Hosting-Service für Websites und bietet die meisten Funktionen für jede Art von Homepage an. Doch bei so vielen Nutzern kommt es auch dazu, dass die Performance darunter leidet. Auch Sicherheitslücken lassen sich nicht immer vermeiden, obwohl der Service von WordPress im Allgemeinen sehr gut ist. Hier bekommst du einige wichtige Hinweise mit auf den Weg, wie du sowohl die Leistung als auch die Sicherheit deiner eigenen Website erhöhen kannst.

Mehr Leistung 🚄

1. Medien bewusst nutzen

Mit der Zeit sammeln sich viele Mediendateien auf einer Website an, darunter vor allem Bilder. Im besten Falle willst du vermutlich hochauflösende Fotos nutzen, um deine Website im besten Licht darzustellen. Was im ersten Moment nach einer guten Idee klingt, wirkt sich aber spürbar auf die Performance der Seite aus. Für die aktuelle Nutzung reichen Bilder mit einer HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel) aus, um ein scharfes Bild darzustellen. Komprimiere also entsprechend große Bilder und lösche die Medien, die du nicht mehr brauchst. So reduziert sich die Ladezeit der Website.

Wichtig ist hierbei auch das sogenannte Caching. Dabei werden Daten im Browser der Nutzer gespeichert, was dazu führt, dass diese bei einem erneuten Besuch schneller laden. Mit einigen Plugins lassen sich Parameter für die Nutzung des Cache anpassen, um wiederholten Nutzern eine reibungslose Performance zu bieten.

2. Unterseiten löschen und zusammenfassen

Wer eine Website bereits über Jahre hinweg verwendet, der sammelt viele Daten, die irgendwann nicht mehr benötigt werden. Es lohnt sich, die Struktur der Website intern anzupassen, um mehr Performance herauszuholen. Fasse bestimmte Seiten zusammen und reduziere so die allgemeine Ladezeit. Nicht mehr verwendete Seiten sollten immer gelöscht werden, vergiss dabei auch nicht die dazugehörigen Medien zu entfernen. Wiederhole diesen Prozess mindestens einmal jährlich, um immer alles in bester Ordnung zu halten.

3. Das beste Theme wählen

Sobald du eine Website mit WordPress erstellen, musst du ein Theme aus den Vorlagen wählen oder selbst eines installieren. Viele Nutzer bleiben dabei und wechseln diese Vorlage nie, aber es lohnt sich, das Theme nach einigen Jahren zu ändern. WordPress fügt immer wieder neue und gutaussehende Templates hinzu, die noch dazu besser performen als ihre Vorgänger. Du solltest regelmäßig durch die Auswahl stöbern und schauen, welche Themes WordPress mittlerweile anbietet.

Das Beste ist, dass du die Vorlage einfach auswechseln können und sich der Inhalt der Seite automatisch anpasst. Er geht also nicht verloren, auch wenn einige Themes nicht zu einhundert Prozent miteinander kompatibel sind. Kleinere Anpassungen sind aber immer machbar.

4. Anderen Hoster wählen

Das Hosting hat einen großen Einfluss auf die Performance und entscheidet darüber, wie schnell auf die Website zugegriffen werden kann. Wer nur auf WordPress vertraut, sollte sich für einen speziellen WordPress Hosting Service entscheiden. Hier wird eine hohe Kompatibilität vorgegeben, die es bei allgemeinen Webhosting-Servern nicht gibt. Wenn du merkst, dass deine Website langsamer wird, wende dich an deinen Hosting-Service und sprich diese Probleme an. Im besten Falle kann dir dort geholfen werden. Ansonsten wird es Zeit, sich nach einem neuen Anbieter umzuschauen.

Screenshot (11/2023) Website Hostinger.de

Mehr Sicherheit 🛡️

1. PHP und WordPress aktualisieren

Dieser Punkt gilt auch für die Performance, aber ist für die Sicherheit deiner WordPress Website noch wichtiger. Aufgebaut ist WordPress auf der Programmiersprache PHP, die immer auf der neuesten Version gehalten werden muss. Dasselbe gilt für die WordPress-Installation an sich. Updates sorgen dafür, dass Sicherheitsvorkehrungen eingehalten und Lücken im System gefixt werden. Mit Aktualisierungen stellst du sicher, dass du und deine Daten immer geschützt sind. Zwar können dabei Fehler mit der Website auftreten, aber diese lassen sich schnell beheben. Bleibe stets auf der neuesten Version und lies dich im Hinblick auf neue Updates und Features in den Patchnotes.

2. Sichere Plugins nutzen

WordPress ist ein Open-Source-Programm, das heißt, dass Nutzer den Code nach Belieben anpassen und verändern können. Daher gibt es eine große Auswahl an Plugins, die viele Funktionen ermöglichen, die ursprünglich nicht von WordPress unterstützt werden. Das macht das Tool flexibler und bietet viele Anpassungsmöglichkeiten für jegliche Websites.

Jedoch solltest du die Nutzung von Plugins auf das Nötigste reduzieren. Dies kommt nicht nur der Performance zugute, sondern auch deiner eigenen Sicherheit. Zwar sind die meisten Plugins von WordPress getestet und zugelassen, Sicherheitslücken können sich jedoch überall auftun. Du gibst Plugins den Zugriff auf wichtige Daten, auch wenn diese von Drittanbietern stammen. Das Risiko nimmt zu, je älter das Plugin ist. Diese müssen immer auf die neueste WordPress-Version abgestimmt sein, um auch richtig zu funktionieren und eine hohe Sicherheit zu bieten.

3. Zwei-Faktor-Authentisierung einrichten

Die Sicherheit der Website hängt auch davon ab, wer Zugriff auf die Daten hat. Bei einer privaten Nutzung ist dies wichtig, aber bei einer Firmenseite umso wichtiger. Es sollten nur entsprechende Mitarbeiter einen Zugang haben, die sich auch um die Website kümmern und Daten verändern. Intern lassen sich dafür Rollen einstellen, die festlegen, wer welche Dinge verändern und anpassen kann.

Noch besser ist es, direkt für jeden eine Zwei-Faktor-Authentisierung einzurichten und somit den Zugang weiter zu regulieren. Wer sich einloggen möchte, muss zusätzlich einen Code eingeben, der auf ein Mobilgerät verschickt wird. Dies erhöht die Sicherheit drastisch und gibt nur denjenigen Zugriff, die ihn auch wirklich benötigen. Passwort-Manager sind ebenfalls eine gute Methode, um unbefugten Zutritt zur Website zu unterlassen.

4. Immer Backups machen

Backups sind ein wichtiger Faktor für die Sicherheit deiner Website. Sichere regelmäßig Veränderungen der Unterseiten, damit diese im Ernstfall wiederhergestellt werden können. Auch vor der Anpassung des Themes sollten die vorherigen Daten immer gesichert werden. Backups lassen sich sowohl auf einer externen Festplatte als auch in der Cloud hinterlegen. Nutze so viele Backups wie möglich, denn Fehler können immer passieren.

Fazit

Die Performance und Sicherheit einer WordPress-Website sind wichtige Faktoren für den Erfolg. Beide Seiten gehen ineinander über und sollten beim Aufbau der Website bedacht werden. Eine gute Sicherheit spricht auch immer für eine gute Leistung. Die Pflege und Wartung der Seite sind unerlässlich und sollten regelmäßig geschehen. Bei Problemen kannst du dich immer an den Support von WordPress wenden, der dir bei Fragen zur Seite steht. Zudem hilft es, sich intensiver mit der Thematik zu beschäftigen und sich z. B. mit einem passenden WordPress Buch oder Video-Kurs fortzubilden.

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