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Feiertage in Deutschland

Nächster Feiertag
Tag der Deutschen Einheit
3. Oktober 2026 (Samstag)

Der nächste Feiertag (bundesweit) ist Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2026, das ist in 118 Tagen.

Deutschland hat neun bundesweite Feiertage und mehrere Bundesland-spezifische Tage, die sich aus religiösen, historischen oder politischen Gründen entwickelt haben. Welcher Feiertag wann fällt, lässt sich für jedes Jahr exakt berechnen - dieses Tool macht das für dich. Du kannst dein Bundesland wählen, ein Jahr setzen und siehst die komplette Liste mit Wochentag.

Im Anschluss findest du zu jedem Feiertag eine kurze Erklärung - was wird gefeiert, woher kommt der Tag, in welchen Bundesländern ist er frei? So bekommst du nicht nur das Datum, sondern auch den Hintergrund.

Bundesland und Jahr wählen

Feiertage 2026 in Deutschland (bundesweit)

9 gesetzliche Feiertage im Jahr 2026:

Datum Wochentag Feiertag
1. Januar 2026 Donnerstag Neujahr
3. April 2026 Freitag Karfreitag
6. April 2026 Montag Ostermontag
1. Mai 2026 Freitag Tag der Arbeit
14. Mai 2026 Donnerstag Christi Himmelfahrt
25. Mai 2026 Montag Pfingstmontag
3. Oktober 2026 Samstag Tag der Deutschen Einheit
25. Dezember 2026 Freitag 1. Weihnachtsfeiertag
26. Dezember 2026 Samstag 2. Weihnachtsfeiertag

Warum gibt es welchen Feiertag?

Kurze Hintergrund-Erklärungen zu jedem Feiertag - was wird gefeiert, woher kommt der Tag, und in welchen Bundesländern ist er frei.

Neujahr

Der 1. Januar ist der erste Tag des Jahres nach dem gregorianischen Kalender. Als Feiertag setzte er sich im deutschsprachigen Raum spätestens im 16. Jahrhundert durch, nachdem Papst Innozenz XII. den Jahresanfang 1691 verbindlich auf den 1. Januar legte. Vorher feierten viele Regionen das neue Jahr zu Weihnachten oder am 25. März. Der Tag ist in allen 16 Bundesländern arbeitsfrei.

Heilige Drei Könige

Auch Epiphanias genannt, am 6. Januar. Der Tag erinnert an die biblische Erzählung der Sterndeuter, die dem Stern von Bethlehem folgten und dem neugeborenen Jesus Gold, Weihrauch und Myrrhe brachten. Gesetzlich frei nur in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt - in den anderen Bundesländern wurde der Feiertag im Zuge der Reformation und der Säkularisierung gestrichen.

Internationaler Frauentag

Der 8. März wurde 1911 erstmals begangen, ausgelöst durch sozialistische Frauenbewegungen und die Forderung nach dem Frauenwahlrecht. In der DDR war er ab 1946 Brauchtumstag, im wiedervereinigten Deutschland zunächst nicht gesetzlich verankert. Berlin führte ihn 2019 als Bundesland-Feiertag ein, Mecklenburg-Vorpommern folgte 2023.

Karfreitag

Der Freitag vor Ostern ist der höchste evangelische Feiertag und im Christentum der Trauer- und Gedenktag an die Kreuzigung Jesu. "Kar" kommt vom althochdeutschen Wort "chara" für Klage oder Trauer. In allen Bundesländern gesetzlicher Feiertag - mit besonderem Schutz: Tanzverbot und Verbot öffentlicher Unterhaltungsveranstaltungen gelten in den meisten Bundesländern bis Karsamstag.

Ostermontag

Der Tag nach Ostersonntag ist Teil des dreitägigen Osterfests und erinnert an den Emmaus-Gang der Jünger, die laut Lukasevangelium dem auferstandenen Jesus begegneten. In allen Bundesländern arbeitsfrei. Das Datum richtet sich nach der Frühlingsvollmond-Regel des Konzils von Nizäa (325 n. Chr.): Ostersonntag ist der erste Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond.

Tag der Arbeit

Der 1. Mai geht auf die Arbeiterbewegung zurück: 1886 streikten Arbeiter in Chicago für den Achtstundentag, 1890 wurde der Tag international zum sozialdemokratischen Kampftag. In Deutschland erklärte ihn die NSDAP 1933 zum gesetzlichen Feiertag - eine Vereinnahmung, die nach 1945 in der Bundesrepublik als "Tag der Arbeit" beibehalten wurde. Heute Anlass für Gewerkschafts-Kundgebungen.

Christi Himmelfahrt

Vierzig Tage nach Ostern, immer ein Donnerstag. Christen erinnern an die Himmelfahrt Jesu nach seiner Auferstehung. Das Datum kommt aus der Apostelgeschichte (Apg 1,3-9), wo Jesus 40 Tage lang seinen Jüngern erscheint, bevor er in den Himmel aufgenommen wird. In Deutschland zugleich "Vatertag" mit weltlichem Brauchtum (Herrenpartien). Bundesweit gesetzlich frei.

Pfingstmontag

50 Tage nach Ostersonntag. Christen feiern die Aussendung des Heiligen Geistes an die Apostel, geschildert in der Apostelgeschichte. Pfingsten gilt als "Geburtstag der Kirche". Pfingstmontag ist als Verlängerung des Festes in allen Bundesländern arbeitsfrei. Der Name kommt vom griechischen "pentekoste" für "fünfzigster Tag".

Fronleichnam

60 Tage nach Ostersonntag, immer ein Donnerstag. Katholischer Feiertag zu Ehren der leiblichen Gegenwart Christi in der Eucharistie. Eingeführt 1264 von Papst Urban IV. Berühmt für Fronleichnamsprozessionen mit dem Allerheiligsten. Gesetzlich frei in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland - in einigen mehrheitlich katholischen Gemeinden weiterer Länder auch lokal.

Mariä Himmelfahrt

Am 15. August erinnert die katholische Kirche an die leibliche Aufnahme Marias in den Himmel - 1950 als Dogma verkündet, der Brauch ist aber wesentlich älter. Gesetzlicher Feiertag nur in Bayern (in mehrheitlich katholischen Gemeinden) und im Saarland. Traditionell werden Kräuterbüschel gesegnet ("Frauentag"), zurückgehend auf vorchristliche Erntebräuche.

Weltkindertag

Am 20. September, seit 1954 von der UN-Vollversammlung empfohlen als Tag zur Förderung der Kinderrechte. In Deutschland traditionell am 20. September begangen, gesetzlicher Feiertag wurde der Tag jedoch erst 2019 in Thüringen - dort wurde dafür ein katholischer Feiertag (Reformationstag) bewusst nicht eingeführt. Der Tag ist Anlass für Kinder-Demonstrationen und Veranstaltungen für Kinderrechte.

Tag der Deutschen Einheit

Der 3. Oktober erinnert an die Wiedervereinigung von BRD und DDR im Jahr 1990. Das Datum wurde im Einigungsvertrag festgelegt: in der Nacht vom 2. zum 3. Oktober 1990 trat die DDR der Bundesrepublik bei. Bundesweit einziger gesetzlicher Feiertag, der per Bundesgesetz (nicht Landesrecht) festgelegt ist. Davor war der 17. Juni "Tag der deutschen Einheit" zur Erinnerung an den Volksaufstand 1953 in der DDR.

Reformationstag

Am 31. Oktober gedenken Protestanten an Martin Luthers Thesenanschlag 1517 in Wittenberg, mit dem die Reformation begann. Gesetzlicher Feiertag in den ostdeutschen Ländern sowie in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein - traditionell evangelisch geprägte Regionen. Zum 500. Jubiläum 2017 war der Tag einmalig bundesweit Feiertag.

Allerheiligen

Am 1. November feiert die katholische Kirche alle Heiligen, auch jene ohne eigenen Festtag. Eingeführt im 9. Jahrhundert. Gesetzlich frei in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Traditionell besuchen Angehörige die Gräber Verstorbener und entzünden Kerzen ("Seelenlichter"). Der Vorabend wurde im englischsprachigen Raum zu Halloween.

Buß- und Bettag

Der letzte Mittwoch vor dem 23. November ist evangelischer Feiertag zur Besinnung und zum Gebet. Bis 1994 bundesweit gesetzlich frei, wurde der Tag dann gestrichen, um die Pflegeversicherung zu finanzieren - nur Sachsen behielt ihn als Feiertag. Dort zahlen Beschäftigte einen erhöhten Beitragsanteil zur Pflegeversicherung. Schüler haben in allen Bundesländern schulfrei.

1. Weihnachtsfeiertag

Am 25. Dezember feiern Christen die Geburt Jesu Christi. Das Datum wurde im 4. Jahrhundert festgelegt - vermutlich auch um das römische Fest "Sol Invictus" (unbesiegbare Sonne) am 25. Dezember zu überlagern. In Deutschland ist der Tag seit dem Mittelalter gesetzlich frei. Bundesweit arbeitsfrei mit besonderem Schutz: keine öffentlichen Veranstaltungen, Tanzverbot.

2. Weihnachtsfeiertag

Der 26. Dezember verlängert das Weihnachtsfest. In der katholischen Tradition ist es der Gedenktag des heiligen Stephanus, des ersten christlichen Märtyrers. Der zweite Weihnachtsfeiertag ist eine deutschsprachige Besonderheit - in vielen Ländern (Italien, Frankreich südlich) ist es kein gesetzlicher Feiertag. Bundesweit in Deutschland arbeitsfrei.

Unterschiede zwischen den Bundesländern

Deutschland kennt nur einen einzigen Feiertag, der per Bundesgesetz festgelegt ist: den Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober. Alle anderen gesetzlichen Feiertage regeln die Länder selbst, in eigenen Feiertagsgesetzen. Daraus ergeben sich teils erhebliche Unterschiede.

Bayern und das Saarland haben mit jeweils 13 Feiertagen pro Jahr die meisten arbeitsfreien Tage. Beide Länder sind traditionell mehrheitlich katholisch geprägt und haben deshalb Heilige Drei Könige, Fronleichnam, Mariä Himmelfahrt und Allerheiligen zusätzlich. Berlin und Hamburg liegen am unteren Ende mit 10 bis 11 Feiertagen. Die ostdeutschen Länder haben oft den Reformationstag, aber keine katholischen Feiertage.

Eine Besonderheit ist Sachsen mit dem Buß- und Bettag. Dieser Feiertag wurde 1994 in allen anderen Bundesländern gestrichen, um die Pflegeversicherung zu finanzieren. Sachsen behielt ihn bei, dafür zahlen Sachsen einen erhöhten Pflegeversicherungs-Beitrag (1,2% statt 0,7% des Bruttolohns).

Berlin und Mecklenburg-Vorpommern haben den Internationalen Frauentag (8. März) als gesetzlichen Feiertag, Thüringen den Weltkindertag (20. September) - beide eingeführt 2019 (Thüringen 2019, Berlin 2019, Mecklenburg-Vorpommern erst 2023). Damit waren das die ersten neuen Feiertage seit 1990.

Häufige Fragen zu deutschen Feiertagen

Wann ist der nächste gesetzliche Feiertag in Deutschland?

Der nächste gesetzliche Feiertag bundesweit ist Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2026. Das ist in 118 Tagen. Bei Bundesland-Wechsel kann sich das Ergebnis ändern.

Welche Feiertage gibt es in allen Bundesländern?

In allen 16 Bundesländern arbeitsfrei sind: Neujahr (1.1.), Karfreitag, Ostermontag, Tag der Arbeit (1.5.), Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Tag der Deutschen Einheit (3.10.), 1. und 2. Weihnachtsfeiertag (25./26.12.). Alle anderen Feiertage sind auf bestimmte Bundesländer beschränkt.

In welchem Bundesland gibt es die meisten Feiertage?

In Bayern und im Saarland gibt es mit jeweils 13 Feiertagen pro Jahr die meisten gesetzlichen Feiertage. Bayern hat zusätzlich Mariä Himmelfahrt (in mehrheitlich katholischen Gemeinden), Heilige Drei Könige, Fronleichnam und Allerheiligen. Die wenigsten Feiertage haben die ostdeutschen Länder ohne katholische Tradition - dort sind es 10 oder 11.

Warum sind die Oster-Feiertage jedes Jahr an anderen Tagen?

Ostersonntag ist nach dem Konzil von Nizäa (325 n. Chr.) der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang. Damit kann Ostern zwischen dem 22. März und dem 25. April fallen. Alle anderen beweglichen Feiertage hängen daran: Karfreitag (-2 Tage), Ostermontag (+1), Christi Himmelfahrt (+39), Pfingstmontag (+50), Fronleichnam (+60).

Gilt der Feiertag am Wohnort oder am Arbeitsort?

Es zählt der Arbeitsort. Wer in Bayern wohnt aber in Berlin arbeitet, hat keinen freien Fronleichnam-Tag. Umgekehrt: Wer in Berlin wohnt und in Bayern arbeitet, hat Fronleichnam frei. Bei Außendienst und Homeoffice wird es komplizierter - meist gilt der vertraglich vereinbarte Hauptarbeitsort.

Wie berechnet sich der Buß- und Bettag?

Der Buß- und Bettag ist der letzte Mittwoch vor dem 23. November. Damit liegt er immer zwischen dem 16. und 22. November. Gesetzlicher Feiertag nur in Sachsen - die anderen Bundesländer strichen ihn 1995 zur Finanzierung der Pflegeversicherung. In Sachsen zahlen Beschäftigte dafür einen erhöhten Pflegeversicherungs-Beitrag.

Quellen

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