Was würde man im Internet nur ohne Google als Suchmaschine machen? Früher nutze man (ich) andere Suchmaschinen wie Yahoo, Altavista oder Fireball um Webseiten zu finden, die sich um das gesuchte Thema drehen. Webkataloge wurden als Anlaufstelle für Recherchen verwendet, die eigenen Bookmarks waren gut gepflegt und wurden mit anderen ausgetauscht. Selbst das Abtippen kryptischer von URLs aus Zeitschriften war nicht unüblich.
Heute ist für annähernd 100% der Deutschen klar: Wenn ich nach einem x-beliebigen Problem suche, dann geh‘ ich zu Google und tippe 2, 3 oder mehr Worte ins dortige Suchfeld.
Habe ich mich verschrieben (oder habe es nicht ganz so mit der Rechtschreibung) dann wird Google mich darauf aufmerksam machen oder mir trotzdem etwas passendes liefern. Somit ist eigentlich auch für viele Betreiber von Webseiten oder Blogs klar:

 

Meine Seite muss bei Google gefunden werden!

Beobachtet man nun sein eigenes Verhalten bei der Verwendung von Google, dürfte auch schnell klar werden, dass Webseiten zum gesuchten Begriff auf den Plätzen 10, 20 oder 30 der Suchergebnisseiten eher seltener bis gar nicht angeklickt werden, als ein Link einer der Top-Platzierungen. Also:

Meine Webseite muss bei Google möglichst weit vorn landen!

Daraus ergibt sich sicherlich schnell die Frage, wie man als Blogger oder Webseiten-Betreiber einen Platz an der Google-Sonne erreicht. Nun ist das Thema Suchmaschinenoptimierung sicherlich mehr als:

  • interessante Inhalte
  • die Verwendung eines guten Seitentitels und
  • einer passenden Seiten-Beschreibung
  • der Einsatz von sinnvollen Überschriften
  • einer guten internen Seiten-Verlinkung
  • Backlinks
  • und oft vergessen: Das Keyword/ die Keyword-Kombination darf auf der Seite nicht fehlen

Nichts desto trotz hat man mit ein paar wenigen Handgriffen schon mal eine gute Grundlage für eine bessere Platzierung bei Google & Co. geschaffen und manchmal reicht es auch völlig aus, die eine oder andere SEO-Kleinigkeit mehr beachtet zu haben, als die Konkurrenz.

Die letzte Schwierigkeit – und das ist sicherlich auch das größte Problem – ist das Herausfinden, mit welchem Suchbegriff (Keyword/ Keyword-Kombination) ich überhaupt gefunden werden möchte bzw. was tippen potentielle Besucher meiner Webseite in den Suchschlitz. Oftmals wird an den Nutzer vorbei optimiert und die Besucher bleiben (natürlich) aus. Warum? Weil der Nutzer einer Suchmaschine eben nicht nach „Dezernat VI“ oder „Dezernat 6“ sucht, sondern nach „Bauamt“ oder was auch immer hinter diesen kommunalen Bezeichnungen steckt.

Das ist aber nicht das heutige Thema beim Webmasterfriday, sondern es geht um

Die besten SEO-Plugins für Blogger

und für mich und euch in diesen Beitrag um:

Welche SEO-Plugins setze ich auf meinem Blog ein und warum?

Ein SEO-Plugin für WordPress sorgt für eine bessere Platzierung in den Suchmaschinen, es hilft aber bei der technischen Umsetzung Suchmaschinen-relevanter Punkte.

Inhaltsübersicht dieses Artikels:

Das kostenpflichtige wpSEO von Sergej Müller

Wordpress Plugin wpSEO

WordPress Plugin wpSEO

Diese 49,99 €, die ich vor ein paar Jahren für die Deluxe-Variante von wpSEO angelegt habe, habe ich bis heute nie bereut. Wer ernsthaft und dauerhaft mit seinem Blog für das Thema Suchmaschinen­optimierung gerüstet sein möchte, kommt aus meiner Sicht nicht um dieses Plugin herum.

Sergej Müllers wpSEO kann als das Schweizer Taschenmesser unter den SEO-Plugins angesehen werden. Im Baukastenprinzip sind viele Parameter bereits durchdacht vorkonfiguriert, auf alles lässt sich auf Wunsch manuell Einfluss nehmen und es ist verständlich und einfach bedienbar.
Es sorgt automatisch oder manuell, wie von mir meist bevorzugt, für vernünftige Seitentitel, die als ein sehr wichtiges Kriterium für eine gute Platzierung angesehen werden können. Ebenso lassen sich mit wpSEO die Metabeschreibungen automatisch oder manuell erstellen. Es lassen sich Indexierungs-Einflüsse (noindex, nofollow) vornehmen, die Canonical URL ist beeinflussbar, Weiterleitungen einstellbar, ein SEO-Monitor zeigt wichtige SEO-Kennzahlen auf dem Dashboard und viele weitere nützliche Helferlein sind in diesem einen Plugin integriert.

Ähnliche Erweiterungen sind WordPress SEO Plugin by Yoast und das All in One SEO Pack. Doch haben mich diese letztendlich nicht so überzeugen können wie wpSEO, da sie an einigen Stellen für mich kleinere Ungereimtheiten in den Ergebnissen aufzeigten oder nicht korrekt genug meine SEO-Praktiken umsetzen konnten.

WP Permalauts sorgt für eine vernünftige Umlautbehandlung

WP Permalauts

WP Permalauts

Lustig klingt der kleine Lemuren-König Julien XIII. aus den Animationsfilmen Madagascar schon, doch sollen URLs weniger lustig sondern professionell auf die Besucher wirken.
Die Adresse www.redirect301.de/uber-flusse-bache-und-taler.html funktioniert sicherlich. Schmunzeln muss ich aber schon, wenn mir solche URLs begegnen und spätestens am Telefon möchte sie niemanden mitteilen wollen.

Das kleine Plugin WP Permalauts sorgt beim Speichern neuer Artikel dafür, dass deutsche Umlaute wie ä, ü, ö und das ß automatisch zu ae, ue, oe und ss in der URL umgewandelt werden. Dieses Plugin gehört für mich zu wirklich jeder deutschsprachigen WordPress-Installation dazu.

Ab WordPress 3.6 wird dieses Plugin überflüssig, da die Umlautumwandlung dann direkt im System integriert sein wird. Es muss lediglich darauf geachtet werden, dass in der wp-config.php deutsch definiert wurde:

define('WPLANG', 'de_DE');

Google XML Sitemaps

Google XML Sitemaps für WordPress

Google XML Sitemaps für WordPress

Sicherlich haben Google & Co. kaum ein Problem damit die Blog-Inhalte zu crawlen, trotzdem gehört für mich eine sitemap.xml zu einem Webauftritt dazu. Google XML Sitemaps generiert eine sitemap.xml sowie eine zusätzliche komprimierte .gz-Datei mit allen derzeit unterstützten Parametern (URL, Änderungsdatum, Änderungsfrequenz, Priorität). Dabei lassen sich zahlreiche Einstellmöglichkeiten vornehmen und die Neugenerierung wird beim Veröffentlichen neuer Inhalte im Hintergrund automatisch durchgeführt.
Der Webserver (z.B. www-data) benötigt auf die Dateien sitemap.xml und sitemap.xml.gz, falls man nicht andere Bezeichnungen gewählt hat, Schreibrechte. Eine Anmeldung der xml-Datei bei Google und Bing ist über die jeweiligen Webmastertools schnell erledigt. Ebenso schadet es auch für andere Crawler sicherlich nicht, den Pfad zur Sitemap in den robots.txt zu hinterlegen.

User-agent: *
Disallow: /wp-admin/
...
Sitemap: http://www.redirect301.de/sitemap.xml
Sitemap: http://www.redirect301.de/sitemap.xml.gz

Breadcrumb NavXT

Breadcrumb NavXT

Breadcrumb NavXT

Setze ich WordPress als CMS mit mehreren Verzeichnis-Ebenen ein, dann kommt Breadcrumb NavXT zum Einsatz. Dieses Plugin sorgt für die Ausgabe einer hierarchischen und verlinkten Brotkrümel-Navigation, wie man sie von vielen größeren Webseiten her kennt.
Der Vorteil für den Besucher ist, dass er immer sofort erkennen kann wo er sich auf der Seite befindet und welche eine mögliche höhere Verzeichnisebene ist. Für die Suchmaschinen stellt man eine ausgezeichnete interne Verlinkungsstruktur bereit.

WP No Category Base

WP No Category Base

WP No Category Base

Hier auf www.redirect301.de habe ich dieses Plugin nicht im Einsatz, auf anderen Blogs schon.
Mit WP No Category Base lässt sich der Permalink /category komplett entfernen, was mir oftmals besser gefällt und eine meist überflüssige Verschachtelungsebene entfernt.


SEO für WordPress ohne Plugins

Permalinks in WordPress nutzen

Permalinks in WordPress nutzen

In WordPress sind einige wichtige und für die Suchmaschinenoptimierung relevante Einstellmöglichkeiten bereits integriert. So die Permalinks, die perfekte sprechende URLs zulassen. Ein /p=123 ist völlig unsinnig, da weder ein Mensch noch eine Suchmaschinen damit etwas anfangen kann. Auch URL-Strukturen wie /2013/04/19/artikel-xy sind oftmals 3 Verschachtelungstiefen zu viel.
Auch beim Veröffentlichen eines neuen Artikels noch einmal einen Blick auf die künftige Adresse achten und sich die Fragen stellen:

  1. Ist mein Keyword/ meine Keyword-Kombination in der URL enthalten?
  2. Macht es vielleicht Sinn auf überflüssige Worte in der URL zu verzichten?
  3. Wird die künftige Adresse auf der Google Suchergebnisseite vollständig angezeigt werden oder ist sie zu lang?
  4. Lässt sich am Permalink erkennen, worum es in diesem Beitrag geht?

Weitere SEO-Tipps die kaum Zeitaufwand bedeuten, aber eine Menge bei Google bringen

Der Editor lässt interne Verlinkungen zu. In jedem neuen Artikel gibt es bestimmt 1 oder 2 relevante Inhalte, die sich mit einem bereits bestehenden Artikel (Kategorie, Tag) im Blog verlinken lassen.

Dateinamen bei Bildern oder Dokumenten lassen sich bereits vor dem Hochladen sinnvoll ändern. Hier dürften jedem klar sein, dass passender-suchbegriff.jpg besser ist als img-123.jpg. Ebenso hält die Medienverwaltung Felder für die Vergabe eines passenden Alt- und Title-Attributs parat. Hier etwas vernünftiges hinein zu schreiben gehört für mich zu jedem Upload.

Das Verlinken anderer Blogs oder Webseiten. Hierbei ist es (zumindest mir) völlig egal, ob der verlinkte Blog Trackbacks ausgibt oder nicht. Auch wenn ich mich natürlich auf einen so gewonnen „kleinen“ Backlink freue. Ober ob die Seite eine Autorität (wie es so schön heißt) oder nicht. Wenn eine Verlinkung zu einer anderen Quelle Sinn macht, weil dort ein Teilbereich ausführlicher beschrieben ist, dann wird dieser verlinkt.
Bedenkt, dass es das World Wide Web ohne Links nicht gäbe! Sie stellen in der Regel einen Mehrwert für die Leser dar und Mehrwert kann Google doch eigentlich nur positiv bewerten.

Ich denke, dass sich allein bei den Hausmitteln von WordPress noch einige weitere Punkte hier nennen ließen und freue mich auf eure Kommentare die dem etwas hinzufügen. Ebenfalls interessieren mich die WordPress-Plugins, die von den anderen Webmasterfriday-Teilnehemern in dieser Woche veröffentlicht werden und hoffe auf das eine oder andere mir unbekannte Schätzchen.

Empfehlenswerte Artikel zum Thema SEO-Plugins