Martin Mißfeldt genießt gerade die Ruhe im Harz und Eisy übernimmt kurzerhand das Wochenthema für den Webmasterfriday in seinem Fahrradblog und stellt die Frage: Wie sportlich sind Blogger oder hängt ihr den ganzen Tag nur vor dem Rechner?

Gut, ich kann’s eigentlich kurz machen und bei den bekloppten Spruch bleiben: „Sport ist Mord!“, was natürlich totaler Schwachsinn ist. Ich musste erst durch gesundheitliche Probleme den Weg zur sportlichen Betätigung finden und versuche regelmäßig ein paar Kilometer Fahrrad zu fahren, schwimme einmal die Woche meine 40 Bahnen und habe das altersgerechte Nordic Walking für mich entdeckt.

Ich weiß selbst, dass nichts davon regelmäßig genug und natürlich eine Menge Luft nach oben ist. Ausreden, wie „der Sommer war ja viel zu heiß“ und „bei Regen ist die Verletzungsgefahr beim Laufen“ viel zu hoch, passen (leider) immer. Natürlich fehlenden auch die Möglichkeiten im Raum Köthen. Ebenso sind die „zu hohen Temperaturen im Dachgeschoss“, wo das Fitnessgerät traurig nach Verwendung lechzt, ein unüberwindbares Hindernis.

Aber trotz Altersgruppe zwischen 40 und 60, in der ich mich laut irgendeinem die Tage ausgefüllten Website-Formular befinde, versuche ich so oft es der Schweinehund zulässt, mich auf irgendeine Art sportlich zu betätigen, zu bewegen oder zumindest den Schreibtisch im Büro gegen einen Arbeitsplatz an der frischen Luft zu tauschen.

Fitness-Coach: Runtastic

Neuzeitliche Helferlein wie Runtastic & Co. unterstützen überraschender Weise, den einen oder anderen Kilometer mehr zu machen und zwingen einen, die letzte Rundenzeit noch mal um 30 Sekunden zu verbessern. Wie ging das eigentlich früher ohne Smartphone? Ohne Tracking der zurück gelegten Strecke und den überwundenen Höhenkilometern sowie dem Sharing im Netz?
Die Lücken im Screenshot gelobe ich zu stopfen – oder habe ich gar Aufzeichnungen vergessen ;)

Runtastic-Aktivitaeten

Runtastic-Aktivitaeten

Nordic Walking

Es ist echt so, dass hier in der Gegend nicht wirklich brauchbare Strecken für diesen Sport vorhanden sind (Hinweise nehme ich gern entgegen). Der Edderitzer See sticht hierbei noch hervor, doch sind knapp 4 Kilometer Rundkurs auf Asphalt auch nicht das Wahre. Aber ich durfte in diesem Jahr bereits das eine oder andere landschaftliche Schätzchen im 20 Kilometer-Umkreis entdecken und werde in Zukunft hier sicher auch noch irgendwann „meine Traumstrecke“ finden.

Nordic Walking rund um den Petersberg

Nordic Walking rund um den Petersberg

Unterwegs mit dem Fahrrad

Radfahren ist für mich hauptsächlich Heimatkunde. Ab aufs Rad und in irgendeine Richtung brausen. Zuletzt ging es nach Norden an die Elbe. Durch Dörfer, deren Namen ich sicher schon mal gehört hatte, aber durch die ich noch nie gekommen war. Alles nicht weit weg und in direkter Nachbarschaft. Zuletzt verschlug es mich nach Kühren, einem Dorf, was gerade 20 Kilometer von meiner Haustür entfernt liegt. Viel Wald und viel Natur, kaum Verkehr und eine ganze Reihe sehenswerter Dinge, die ich Urlaub fleißig besucht und fotografiert hätte.

Heimatstube in Kühren (Aken)

Heimatstube in Kühren (Aken)

Geht mal eure Region entdecken! Ist schön da, glaubt es mir …

Gedankensortierung

Aber egal ob Schwimmen, Radfahren, Wandern oder Nordic Walken – das alles sind Aktivitäten, die den Kopf frei machen für neue Ideen. Nicht nach jeder „sportlichen Meisterleistung“ entstehen neue Blog-Posts oder neue Projekte. Aber beim Sport ist der Kopf frei und Gedanken schwirren unsortiert zwischen den Synapsen. Und danach gelingen viele Dinge, die beim Grübeln vor der Tastatur nur zu Kopfschmerzen geführt hätten.

Ich bin derzeit in der tollen Situation, mir als Selbstständiger den Tag selbst einzuteilen. Und wenn am Rechner nichts geht, dann vielleicht auf den Pedalen oder auf einer Runde um den See. Und immer häufiger klappt es danach auch am Computer wieder besser oder aber ich nehme den Laptop gleich mit und arbeite dort weiter, wo die Ideen sprudeln …

Fotografieren in Wörlitz

Fotografieren in Wörlitz