Gibt es sowas eigentlich nur in Deutschland? Ein Buch mit den Adressen zu etwa 6.000 Webseiten, die sich auf 768 Seiten verteilen.
Zum Verständnis: Es erscheint seit 1998 jedes Jahr ein dickes Buch, in dem Webseiten aus Deutschland aufgeführt sind. Gut, sie sind alle redaktionell geprüft und es dürften sich kaum Spam-Seiten oder minderwertige Webauftritte unter den 6.000 Einträgen finden. Auch kurze Beschreibungstexte und teilweise Screenshots der Linkziele sind abgedruckt.

Alle Inhalte sind kategorisiert. Ein Tagging, eine Suchfunktion und eine tagesaktuelle Aktualisierung fehlt meines Wissens jedoch.

Wer nutzt solch ein Buch?

Und wofür? Was kann ein gedrucktes Web-Adressbuch aus Papier bieten, was mir Google & Co. nicht bietet? Wer ist ebenfalls im Web-Adressbuch 2013 aufgeführt?
Hierzu hoffe ich auf ein paar Kommentare und vielleicht schickt mir ja irgendwer ein Exemplar, damit ich mir doch noch selbst ein Bild machen kann. Mir fehlt einfach das Verständnis für einen Nutzen eines solchen Buchs, ich lasse mich aber gern vom Gegenteil überzeugen …

Warum also dieser Artikel hier im Blog?

Der Grund für mich das Web-Adressbuch auf redirect301.de zum Thema zu machen ist, dass eine meine anderen Webseiten (www.koethener-land.de) zum wiederholten Mal Teil des Web-Adressbuchs geworden ist und ich hierzu heute einen Newsletter vom m.w. Verlag erhielt.

Auch Ihre Web-Seite www.koethener-land.de haben wir im Web-Adressbuch als eine der besten Web-Adressen im Bereich Urlaub & Reise vorgestellt!

Außerdem wurde ich im Newsletter darum gebeten, auf die Neuerscheinung hinzuweisen, was ich hiermit gern getan habe. An dieser Stelle muss ich einfach mal den Pressebereich des m.w. Verlags loben. Verschiedene Grafiken, Leseproben und Beispielseiten vereinfachen auch einem Blogger das Schreiben. Dafür gibt es ein dickes “gefällt mir” von mir!

Pressestimmen und ein paar Anmerkungen meinerseits

Der Verlag präsentiert auf der Webseite zum Buch zahlreiche Pressestimmen. Ich als “Googler” und “Nicht-Webadressen-Abtipper” muss hierbei schon schmunzeln, was andere über das Web-Adressbuch sagen. Ich könnte mir nicht vorstellen mit einem dicken Buch vor meinem Internet Explorer 6 zu sitzen und eine der hier erblätterten URLs in die Adressleiste zu tippen …

Aus dem Web-Adressbuch: Internet und Computer

Aus dem Web-Adressbuch: Internet und Computer

Aus dem Web-Adressbuch: Essen und Trinken

Aus dem Web-Adressbuch: Essen und Trinken

Aus dem Web-Adressbuch: Erfolgreich suchen

Aus dem Web-Adressbuch: Erfolgreich suchen

Web-Adressbuch Leseprobe: Urlaub und Reisen, Köthener Land

Web-Adressbuch Leseprobe: Urlaub und Reisen, Köthener Land

Berliner Morgenpost

Wer bei Google und Yahoo nicht weiterkommt, dem hilft das Web-Adressbuch.

Ich würde an dieser Stelle sicherlich an der Eingabe des Suchbegriffs feilen oder mir vom Praktikanten mal ein paar Tipps zur Nutzung einer Suchmaschine geben lassen.

Berliner Kurier

Unter den 6.000 Adressen finden sich einige, die Google nicht kennt.

Wenn Google diese Adressen überhaupt nicht kennt, dann würde ich als Seitenbetreiber mal nach Begriffen wie “robots.txt” und “meta robots noindex” mit Hilfe einer Suchmaschine recherchieren. Vielleicht kann man auch den SEO seines Vertrauens um Rat bitten.

Die Welt

Hilfreich sind die Abbildungen einzelner Homepages, so kommt das Web farbenfroh ins Buch.

Eine entsprechende Seitenvorschau gibt es auch bei Google. Auch Browser-Plugins sorgen seit vielen Jahren dafür, dass zusätzlich zu den Suchergebnissen kleine Vorschaubilder angezeigt werden.

Frau im Spiegel

Der Klassiker gehört zu den absoluten Bestsellern und wird auch von Web-Profis gern genutzt.

Für mich nicht nachvollziehbar, dass das Buch so reißenden Absatz findet. Sicher, wer für eine der zahlreichen halbseitigen Screenshots im Buch bereits über 2.000 € hingelegt hat, der gibt sicherlich auch die 16,90 € aus, um seine Geldanlage zu bestaunen. Aber wer nutzt sonst noch solch einen Webseiten-Finder?

Aber es scheint ja zu funktionieren

… und ich bin einfach nicht die Zielgruppe. Und eigentlich freue ich mich über die kostenlose Nennung vom Köthener Land im Bereich Urlaub & Reisen, was möglicherweise auch den einen oder anderen Besucher mehr auf meine Webseite bringen wird. Schade, dass ich keine Tracking-Parameter an die URL hängen konnte. Wobei man natürlich künftig mit einer anderen Adresse und einem 301-Redirect auch das noch hin bekommen könnte.

Das Web-Adressbuch für Deutschland 2013 kaufen

Das Web-Adressbuch für Deutschland 2013

Das Web-Adressbuch für Deutschland 2013

Bei Amazon, wie auch den anderen Online-und Offline-Buchhändlern, kann das Buch seit dem 1. Oktober 2013 gekauft werden.
Es kostet 16,90 € und ist im m.w. Verlag erschienen. Das deutschsprachige Buch hat 768 Seiten.

Das vom Hersteller empfohlene Alter liegt bei 16 Jahren (Anm.: es werden auch Links zu Erotik-Seiten vorgestellt).

ISBN-10: 3934517153
ISBN-13: 978-3-934517-15-8

Details zum Buch bei Amazon

Die eigene Webseite ins Web-Adressbuch bringen

Dazu gibt es einen Aufnahmeantrag sowie einen automatischen Vorabtest unter www.zertifizierte-web-seite.de. Mit redirect301.de habe ich diesen Test leider (noch) nicht bestanden, was mich sicherlich dazu animieren wird, die vorgeschlagenen Verbesserungsmöglichkeiten anzugehen.

Test: zertifizierte-web-seite.de

Test: zertifizierte-web-seite.de

Vielleicht schaffe ich es ja ins Web-Adressbuch für Deutschland 2014 auch mit redirect301.de, falls man sich beim Verlag mit diesem Artikel nicht zu sehr “auf den Schlips getreten” fühlen sollte.


Alle für diesen Beitrag verwendeten Grafiken wurden in den Presseinformationen des m.w. Verlags bereit gestellt. Die Verlinkung zu Amazon ist mit einem Partnerlink versehen. Dadurch wird mir bei einem Kauf des Buchs über diesen Link eine Provision gut geschrieben.