Ein Thema, das sicherlich alle Blogger nervt oder zumindest irgendwann einmal begegnet. Spam in den Blog-Kommmetaren! Da ich dieses mal meine Mitwirkung am Webmaster Friday etwas kürzer halten möchte, kann ich dazu ganz kurz allen WordPress-Nutzern raten: Setzt das Plugin Antispam Bee von Sergej Müller ein und ihr habt praktisch Ruhe!

So, das war’s in dieser Woche schon von mir als Beitrag zum Webmaster Friday. Einen schönen Abend noch oder einen erfolgreichen Tag (je nach Tageszeit des Lesens dieses Beitrags) noch.

Gut, ein paar Worte vielleicht doch noch zum Thema Spam in Blog-Kommentaren. Mit den paar Zeilen möchte ich nun doch nicht den aktuellen Webmaster Friday Beitrag schon ad acta legen.

Spam ist doof, richtige Kommentare sind geil!

Spam ist natürlich doof, keine Frage! Gerade bei kleineren Blogs, die vielleicht nur 2-3 Kommentare pro Woche erhalten, sind natürlich alle Spam-Kommentare äußerst nieder­schmetternd. Man gibt sich Mühe mit seinen Inhalten, freut sich über eine handvoll Besucher und dann endlich über den ersten Kommentar.

Mit Tibet Tours durch’s Guppy-Becken

Ah, Mr. Tibet Tours aus Kathmandu weiß also meine Guppy-Zucht in meinem Zierfisch-Blog zu schätzen und verweist gleich mal auf mehre Trackingtouren durch Nepal, auch wenn es dort mehr Yaks als Zierfische gibt. Klasse, auch noch auf englisch. Aber so ist’s eben im World Wide Web. Alles ist international, mein Blog wird sogar in 8.000 Meter Höhe gelesen. Naja, was soll’s – immerhin eine (erste) Reaktion eines „Lesers“, also bleibt der Kommentar drin.

Blaue Pillen für fruchtbare Zierfische

Dass Dr. Pille aber nur einen Tag später eher von seinen Erektionsstörungen in meinem Süßwasserfisch-Artikel zu berichten weiß, halte ich schon für merkwürdig. Gut, die vielen Links im Kommentar verweisen auf einige chinesische Webseiten. Doch Dr. Pille hat sich echt Mühe gegeben und auf deutsch (oder so ähnlich) geschrieben, nur thematisch passt das eigentlich nicht wirklich zu meinen stummen Aquaristik-Hauptdarstellern. Naja, vielleicht ein Übersetzungsfehler. Die Medikamente könnten eventuell auch meine Zierfischpopulationen deutlich vergrößern. Gut möglich, dass „Dauererektion“ im Google-Translator am Ende doch etwas mit dem „Paarungsverhalten und der männlichen Schwanzflosse bei den Guppys“ zu tun hat. Ist eben eine bildhafte Sprache im fernen Osten und da bin ich natürlich weltoffen …

Der beste Blog auf der ganzen Welt

Da freue ich mich schließlich doch einen weiteren Tag später über den ersten richtigen deutschsprachigen Kommentar, der meinen Inhalt meines Beitrags über alle Maßen lobt und noch viel mehr Informationen zur Guppy-Population wünscht und sogar selbst einen Blog zum Thema „Krankenversicherung“ betreibt. Dass die Versicherungstypen ein kleines Aquarium im Büro stehen haben ist ja klar. Der erste wirkliche Blog-Kommentar – ich bin am Ziel!

So oder so ähnlich kann es gehen in der Welt eines Zierfisch-Blogs. Und wenn sich dann die Anzahl dieser „Kommentare“ auch noch erhöht, macht das natürlich auch keinen Spaß mehr.

Erkennen von Spam-Kommentaren

Bei den 3 fiktiven Beispielen sollte auch der letzte Guppy-Züchter merken, dass hier etwas nicht stimmt. Trotzdem findet man gerade die Huldigungs-Kommentare zu Hauf im Netz. Der richtige Platz dafür wäre allerdings das /dev/null auf dem Server – also jenseits eines Papierkorbs.

Ich überlasse die Spam-Erkennung gern dem bereits am Anfang erwähnten Pugin Antispam Bee! Bisher lag das bei meinen Kontrollen zu 100% richtig und sortiert ohne mein Eingreifen – wie die Tauben bei Aschenputtel „… die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen!“ – alles korrekt in die jeweilige Queue. Nur ein paar ganz wenige Kommentare schaffen es durch die Taubenkontrolle in meinen Posteingang bzw. direkt in die Kommentare. Diese bekommen dann per Hand den Spam-Stempel aufgedrückt.

Antispam Bee als Türsteher

Dabei bin ich auf redirect301.de eigentlich recht spammerfreundlich eingestellt. Alle Kommentare, die weniger als zwei Links im Text haben, werden sofort frei geschalten. Dabei sind die Links sogar noch „follow“, also wirken zu mindestens 100% auf das Ranking bei Google ;-) Das Webprojekt wäre also ohne Antispam Bee eine klasse Linkschleuder und Tummelplatz für alle Spammer!

Antispambee Statistik

Antispambee Statistik

Das Plugin zeigt auf dem Dashboard eine kleine grafische Auswertung über die Anzahl der erkannten Spam-Einträge. Ab und an schaue ich mir auch mal ein paar Spam-Kommentare näher und frage mich immer wieder: Wer schaltet solch‘ einen Mist wirklich online? Da gibt es Kommentare, die bestehen zu 100% aus Links. Augenscheinlich gibt es aber eine ganze Reihe verwaister Blogs, bei denen diese Inhalte dann doch noch online gehen. Doch bringen diese Links überhaupt etwas bei Google? Macht es hier die bloße Masse? Oder geht es nur darum den Linkzähler sinnfrei nach oben zu schaufeln?

Nun zu den anderen Webmaster Friday Bloggern

Doch noch lang geworden mein Artikel zum aktuellen Webmaster Friday: Wann ist ein Kommentar Spam? Nun kann ich „traditionell“ nach dem Veröffentlichen meines eigenen Beitrags einen Blick auf die anderen Mitstreiter-Veröffentlichungen werfen … Bin gespannt, was ich alles nicht in meine fast 800 Wörter untergebracht bekommen habe und wie andere Blogger mit diesem Thema umgehen.